Juni 1st, 2010 | No Comments »

Sex and the City Teil 2

Sonntag Abend… zehn Mädels auf dem Weg ins Kino.
Welcher Film könnte wohl laufen?
Na klar, Sex and the City Teil 2.
Oh wie liebte ich die Serie. Die melancholische, stylische Carrie, die intelligente Miranda, die naive und romantische Charlotte und natürlich die männerverrückte Samantha- auf der Suche nach der großen Liebe.
Die Männerbekanntschaften waren witzig, peinlich, spektakulär und zahlreich.

Im ersten Kinofilm Sex and the City schafft es Carrie endlich ihre große Liebe Mr. Big zu ehelichen. Eine Kitsch und Prunkhochzeit blieb uns Zuschauern erspart- denn Mr. Big stellte sich wohl alles anders vor und verschwand.
Natürlich gab es damals ein Happy End und der zweite Teil beginnt zwei Jahre nach der Hochzeit und Carrie und Mr.Big, der mittlerweile einen richtigen Namen trägt, John Preston, führen eine stinknormale Ehe.
So stinknormal sie nur sein kann mitten in Manhattan, auf circa 300qm Wohnfläche, unbezahlbarer Designer Möbel und riesigen Ankleidezimmer.
Mr. Big zieht es nun vor, lieber auf der Couch zu liegen und es sich nach einem langen Arbeitstag bequem zu machen.
Aber Carrie wäre nicht Carrie ohne ein einziges Problem. Und das Problem war nun ab sofort die Langeweile in ihrer Traumbeziehung. Von ihrem furchtbaren Leben konnten sie nicht einmal neue Schuhe und die absolute Kitschhochzeit von Stanford und Anthony ablenken.
Nachdem Samantha durch ihren Charme eine Einladung nach Abu Dhabi erhält, fliegen vier Manhattan Girls First Class nach Abu Dhabi.
Ab nun ähnelt der Film einer durchdachten Modenschau und einer Werbesendung a la Truman Show. Zufällig hält Carrie die Packung Pringles in die Kamera und seufzt: „ Sogar Pringles in arabisch“
Fast so schön in Szene gesetzt wie Mr. Big der sein Hochzeitstagsgeschenk in Zeitlupe auspackt und eine Rolexuhr langsam aus dem edlen Karton fingert. (Was sollte man sich sonst zum ersten Hochzeitstag schenken??).
Nach endlosen Diskussionen über Probleme, die eigentlich keine sind, frage ich mich wie es Männer aushalten mit uns komplizierten Wesen.
Nein, ich war ganz und gar nicht mehr auf der Seite von Carrie. Sie nervte nur noch tierisch!
Super witzig und obszön war natürlich wieder Samantha, die vor Ort sogar verhaftet wurde und sich nun gar nicht den Gepflogenheiten des nahen Osten anpassen konnte.
Zum Schmunzeln brachte mich auch der Dialog zwischen Miranda und Charlotte über das Muttersein. Immerhin stießen sie mit einem edlen Tropfen auf alle Mütter an, die ganz und gar ohne Nannys auskommen müssen. Wirklich unvorstellbar.
Fazit: der Film ist zu lang, die fehlende Handlung kann auch durch die perfekt gestylten Hauptdarstellerinnen nicht hinwegtrösten. Der erste Teil war etwas für Fans, der zweite ist nur für Fans mit viel Langeweile. Ein belangloser Film.

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